Stauden

Die Stauden, die wir für Sie heranziehen, zählen zu den unverzichtbaren Zutaten für einen Garten, in dem man sich wohlfühlt:

Anmutig, faszinierend und voller Überraschungen zaubern sie ein Lächeln auf jedes Gesicht! Farbe, Wuchs, Textur, Duft – mit ihrer Vielfalt werden unsere Stauden auch Ihren Garten in etwas Einzigartiges verwandeln: ein botanisches Schatzkästlein für die Pflanzenspezialistin, eine Präsentationsfläche extravaganter neuer Auslesen für den Liebhaber des Ungewöhnlichen, einen Hort klassischer Schätze für Romantiker.

Die unendliche Vielfalt der Staudenwelt

Während die von uns angebotenen Stauden sämtlich aus den gemäßigten Klimazonen stammen, verrät uns ihre genauere Herkunft viel über die Anforderungen, die sie an einen Gartenstandort stellen. Häufig lässt sich bereits am Wuchs dieser Pflanzen eine besondere Anpassung an die Bedingungen des Naturstandorts ablesen. Hier nur einige Beispiele:

  • Trockene mediterrane Felssteppen: Von hier stammen zum Beispiel Sedum-Arten, die sich mit fleischigen Blättern gegen Trockenheit wappnen, Dianthus-Arten mit dichtem, kissenartigem Wuchs und Cyclamen, die den Sommer unterirdisch überdauern.
  • Sommerfeuchte schattige, felsdurchsetzte Steilhänge in Ostasien (China, Japan): Von diesen Standorten stammende Prachtstauden wie Anemone japonica und Hosta gedeihen unter solchen Bedingungen optimal.
  • Sommerfeuchte, wintertrockene Hochstaudenfluren in Südafrika: Die beeindruckende Kniphofia verlangt nach einem torfigen Standort und reagiert empfindlich auf feuchte Winter.
  • Gebirgslagen des Himalaja: Aus diesen Regionen stammende Stauden gedeihen am besten in sommerlich kühl-schattiger Lage – mit heißem, kontinentalem Klima haben sie sehr zu kämpfen.
  • Alpine Fels- und Schotterflächen und Magerrasen: An solche Extremstandorte angepasste Stauden bevorzugen einen feuchten Wurzelbereich in Kombination mit einer windumspielten, sonnenverwöhnten Oberfläche.

Damit man für einen Garten die am besten geeigneten Stauden auswählen kann, sind weitere Kenntnisse erforderlich: Zum einen muss man die Bedingungen des geplanten Standorts kennen (Klima, Boden- und Geländebeschaffenheit, Wind- und Lichtverhältnisse), zum anderen sollte man sich selbst richtig einschätzen: Wie viel ist man gewillt dazu beizutragen, dass eine bestimmte Pflanze in dieser Umgebung gedeihen kann? So können Maßnahmen wie Wind- und Frostschutz, organische und mineralische Bodenverbesserung und Anpassung der Lichtverhältnisse notwendig sein.

Wie auch immer das Ergebnis dieser Bestandsaufnahme ausfällt: Das Glück ist dem Staudenliebhaber hold, denn für jede Gärtnernatur und für jeden Garten gibt es die passenden Stauden!

Info: Die ostasiatischen Gebirgsausläufer des Himalaja liegen häufig unter einer Wolkendecke. Hohe Luftfeuchtigkeit, Hanglage, felsdurchsetzter Boden – solche Standortbedingungen lassen sich im Garten meist nur schwer nachstellen. So versteht man ständigen Fehlschläge bei den Versuchen, den sagenhaften blauen Himalajamohn – Meconopsis betonicifolia – an unsere Klimabedingungen zu gewöhnen. Erfolg ist jedoch möglich, und zwar in einer feuchten Gehölzsituation im milden Meeresklima bei ausreichend Schutz vor austrocknenden Winden.

Staudenbeispiel: Paris quadrifolia - Kolorierte Radierung

Paris quadrifolia - Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé
Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, Gera 1885

Staudenverwendung im Garten

Seit dem 19. Jahrhundert ist die Rabatte die klassische Art, Stauden im Garten zu präsentieren; die englische gemischte Rabatte – auch als Mixed Border bezeichnet – stellt davon eine jüngere Sonderform dar. Auf einer solchen leicht unkrautfrei zu haltenden Fläche, gewöhnlich ohne Wurzelkonkurrenz durch Bäume und Sträucher, lassen sich mehrjährige krautige Pflanzen optimal pflegen, versorgen und zum Schutz gegen winterliche Temperaturen mulchen.

Inzwischen gibt es bei uns ebenso viele Arten der Staudenverwendung, wie es Gärten gibt: Getopft im Alpinenhaus, als Trogbepflanzung, in der Steinanlage, raffiniert kombiniert mit einjährigen Sommerblumen, Rosen und anderen Sträuchern, großflächig ausgepflanzt als Bodendecker am Hang, mit Gräsern zu einer naturhaften Staudenwiese oder Prärie vergesellschaftet, flächig arrangiert mit moderner graphischer Wirkung – die Zahl der Möglichkeiten ist unendlich.

Doch egal, wie wir die Stauden im Garten einsetzen – sie sind und bleiben ein lebendiger Teil der Natur mit ganz eigenem Charakter. Am schönsten kommen sie zur Geltung, wenn wir sie harmonisch kombinieren und dafür sorgen, dass sich die mehrjährigen Pflanzen im Garten wohlfühlen. Anders ausgedrückt: Am schönsten wirken Stauden dann, wenn man ihnen ansieht, dass sie uns am Herzen liegen.

Unser Tipp: Wer sich die Freude am Gärtnern auf Dauer erhalten will, sollte es sich zum Prinzip machen, Beete regelmäßig zu mulchen – dies erleichtert die Pflege ungemein. Im halbschattigen Beet, auf normalem bis gutem Gartenboden sowie für Pflanzkübel sind zu diesem Zweck geschredderter Strauchschnitt, Düngemulch sowie halbreifer Kompost hervorragend geeignet. Bringen Sie diesen Mulch auf dem vorzugsweise unkrautfreien, gelockerten, mit Kompost (5 Liter pro m²) angereicherten Boden aus. Rechnen Sie rund fünfzig Liter pro Quadratmeter, das entspricht einer Schicht von etwa zweifacher Daumenstärke, und erneuern Sie diesen Mulch alle zwei Jahre.

Für Steinanlage und Alpinum ist dasselbe Vorgehen wie beim Kies- oder Schotterbeet sinnvoll. Beachten Sie dabei bitte: Der Einbau von Mulchfolien und –gewebe aus Kunststoff ist ökologischer Nonsens; solche „Unkrautstopper“ haben aus unserer Sicht im Garten nichts zu suchen.

Gute Pflanzpartner

Stauden und ihre Kombinationen im Garten sind ein wahrhaft unerschöpfliches Thema. Zu unterscheiden sind dabei zwei Grundprinzipien:

Schmückende Staudenkombinationen

Hier wählt man Pflanzen aufgrund ihrer Blattgestalt und ihrer Blüten, man schaut auf Textur, Habitus und Farbe als Komponenten einer harmonischen Gestaltung.

Mit der berühmten Gärtnerin Gertrude Jekyll begann in den 1870er/80er Jahren die britische Tradition der Gartengestaltung, die mehrjährige Beetstauden und ihre ansprechende Kombination in das Bewusstsein einer breiteren Bevölkerung rückte. E. A. Bowles, Margery Fish, Alan Bloom, Christopher Lloyd, Beth Chatto in England und Piet Oudolf in den Niederlanden – jeder dieser Namen markiert einen weiteren Meilenstein in der Gartengestaltung, mit jedem sind gärtnerische Innovationen und neue Pflanzensorten verbunden.Zahlreiche Stauden sind heute nach ihnen benannt. Ein Abenteuer, das noch lange kein Ende hat ...

Natürliche Pflanzengesellschaften

Eine natürliche Pflanzengemeinschaft nachzuahmen ist oft gar nicht so schwer. Dafür ist jedoch gute Pflanzenkenntnis unverzichtbar!

Für eine natürlich wirkende Pflanzengesellschaft kombinieren wir Pflanzen, die von vergleichbaren Naturstandorten ((ajouté: d’origine comparable)) oder sogar aus einer einzigen geographischen Region stammen, etwa von den nordamerikanischen Prärien, den Magerrasen der Alpen, den luftfeuchten Ausläufern des Himalaja oder den sommerfeuchten Wiesen Südafrikas, Bretonische Küstenheiden ;-))

In ihrem Buch Stauden in Garten und Natur (München: Droemer Knaur 1992) beschreiben die Autoren Roger Phillips und Martyn Rix anschaulich die Nachgestaltung eines mediterranen Trockenhangs für ein von heißen, trockenen Sommern und milden, feuchten Winter- und Frühjahrsmonaten geprägtes Klima. Sie verwendeten dafür Lavandula, Cistus, Iris x germanica, Euphorbia characias, Asphodeline lutea, Echinops ritro, Stipa gigantea, Centranthus ruber, Origanum, Euphorbia myrsinites und rigida, Erysimum, Phlomis, Anchusa azurea und Dictamnus albus.

Eine systematische Einordnung nach Standortansprüchen für alle, die sich eingehend informieren möchten, bietet das neu aufgelegte Standardwerk Die Stauden und ihre Lebensbereiche (Stuttgart: Ulmer, 6. Aufl. 2016) von Richard Hansen und Friedrich Stahl.

UStaudenbeispiel : Penstemon heterophyllus

Penstemon heterophyllus - Revue Horticole - 1901

Die richtige Pflanze am richtigen Ort

Unsere auf langjähriger Erfahrung basierende Expertensuche gestattet es Ihnen, Pflanzen nach bestimmten Merkmalen auszuwählen. Die aufgrund Ihrer Eingaben (Lichtverhältnisse, Bodenbeschaffenheit, Blühzeitpunkt etc.) getroffene Vorauswahl bringt Sie garantiert auf neue Ideen. Probieren Sie es aus!

Unser Online-Shop

Unser Staudensortiment finden Sie im Shop unter anderem ((ajouté: entre autres)) nach folgenden Gesichtspunkten geordnet:

Hinweis: Ein und dieselbe Staude kann mehreren Kategorien zugeordnet sein – dies ist kein Widerspruch. Beispielsweise fühlen sich viele für mageren, trockenen Boden geeignete Pflanzen ebenso auf normalem, bisweilen sogar auf fettem Boden wohl, und Pflanzen, die einen vollsonnigen Standort bevorzugen, gedeihen häufig auch im Halbschatten. Wohlgemerkt: Umgekehrt funktioniert es eher selten!

Bitte machen Sie sich mit den Tipps & Tricks rund um unseren Online-Shop vertraut. Sie haben Fragen bezüglich der Standort- und Pflegeansprüche unserer Pflanzen? Sprechen Sie uns an, wir antworten gern!

Accept

Der Schutz Ihrer Daten ist uns wichtig! Um eine Website erfolgreich zu betreiben und für Sie das Nutzererlebnis fortwährend zu verbessern, hinterlegen wir und unsere (Werbe-)Partner Cookies und temporäre Internetdateien auf Ihrem Gerät. Diese greifen auf Informationen auf Ihrem Gerät zu und speichern sie für verschiedene Zwecke. Beispielsweise werden diese Daten von unseren (Werbe-)Partnern genutzt, um Ihnen personalisierte Inhalte oder Werbung zu zeigen.

Indem Sie auf unserer Seite bleiben, erteilen Sie dazu Ihre Zustimmung. Unser Datenschutz ist auf dem neuesten Stand; so werden Ihre persönlichen Daten optimal geschützt. Mehr